Website – Schülersprecher


Im Rahmen des Wahlkampfes für das Amt des Schülersprechers an der Oberstufe am Heidberg habe ich für eine der kandidierenden Gruppen eine Website erstellt, mit dem Ziel, das Amt transparenter zu gestalten.

An meiner Schule hatten und haben wir das Problem, dass das Schülersprecheramt vor allem ein Eintrag auf dem Zeugnis ist und wenig zum Schulalltag beiträgt. Mit diesem Eindruck war ich nicht allein, und so wurde ich im Laufe des Wahlkampfes von einem Mitschüler beauftragt, eine Website zu bauen.


Was die Website konnte

Sie bot zwei Funktionen, die genau auf das beschriebene Problem zielten: ein Kontaktformular, über das sich das Schülersprecherteam erreichen lässt, und Umfragen, wahlweise anonym oder mit Namen. Damit hätten die Schülersprecher einfacher mit der Schülerschaft kommunizieren können – und die Schülerschaft hätte mit ihren Anliegen an die Schülersprecher herantreten können, ohne jemanden auf dem Flur ansprechen zu müssen. Gebaut habe ich die Seite mit WordPress; online ist sie heute nicht mehr.


Warum sie nie in Betrieb ging

Das Team meines Auftraggebers hat die Wahl nicht gewonnen. Das siegreiche Team wollte die Website nicht übernehmen und kündigte stattdessen eine Instagram-Seite an, über die die Schülerschaft Kontakt aufnehmen könne. Nach meinem Kenntnisstand wurde diese Seite nie erstellt, und auch in meinem letzten Jahr an der Schule haben sich die Schülersprecher, soweit ich weiß, für keine Veränderung eingesetzt.


Was ich mitgenommen habe

Auch wenn das Projekt damit gescheitert ist, war es mein erster Auftrag von jemand anderem – und damit das erste Mal, dass ich nicht nach meinen eigenen Vorstellungen gebaut habe, sondern nach fremden Anforderungen. Ich hatte mich außerdem darauf vorbereitet, das Gewinnerteam im Umgang mit der Website zu schulen; Übergabe und Einweisung gehörten für mich selbstverständlich dazu.

Rückblickend ist gerade das Scheitern die eigentliche Lektion. Eine technisch fertige Lösung ist wertlos, wenn niemand sie übernehmen will – die Frage, wer ein System später betreibt und ob diese Person es überhaupt will, muss vor der ersten Zeile geklärt sein. Dieselbe Frage stellt sich heute, wenn ich Infrastruktur für funeralhomefilms aufsetze, nur mit größeren Konsequenzen.